In 18 Monaten vom Studium zur vollen Lehrbefähigung an beruflichen Schulen. Der Vorbereitungsdienst verbindet Seminar-Inhalte mit
eigenem Unterricht an einer Ausbildungsschule. Sie erweitern und vertiefen Ihre pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse in engem
Bezug zur Schulpraxis.
Ausbildungsstätten sind das Seminar Karlsruhe (Berufliche Schulen) und Ihre Ausbildungsschule.
Die Bewerbung findet zentral statt: lehrer-online-bw.de/vdonline
Ja, initiativ können Sie auch direkt mit einer beruflichen Schule Kontakt aufnehmen.
Auf schulfinder.kultus-bw.de/ können Sie sich einen Überblick über die Standorte der beruflichen Schulen verschaffen.
Dienstantritt ist der erste Schultag nach den Weihnachtsferien am Seminar, in der Kaiserallee 11 in Karlsruhe.
Zwei Ausbildungsabschnitte mit unterschiedlichen Schwerpunkten – zeitliche Aufteilung
Im ersten Abschnitt (Jan-Juli) teilt sich Ihre Woche zwischen Seminar und Schule auf; im zweiten Abschnitt (nach den Sommerferien) unterrichten Sie überwiegend an Ihrer Schule und haben deutlich weniger Seminarveranstaltungen.
Im Januar ist am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien ihr Dienstantritt am Seminar. Sie sind in diesem Monat nur
an einem Tag in der Schule. An den restlichen Tagen sind Sie im Seminar oder haben keine Veranstaltung.
Von Februar-Juli haben Sie Dienstag und / oder Donnerstag Fachdidaktik (8:15-15:45 Uhr). Jede Fachdidaktik findet
vierzehntägig statt. Freitags finden erziehungswissenschaftliche Fächer, Schul- und Beamtenrecht, Schulorganisation oder andere
allgemeine Veranstaltungen statt (jeweils 9:00-16:30 Uhr).
Im zweiten Ausbildungsabschnitt, sind Sie von September bis Dezember in der Regel nur noch freitags am Seminar (9:00-16:30). Von Januar bis Juli haben Sie gar keine regulären Seminarveranstaltungen mehr.
Bei Betreuung eines Kindes unter 18 Jahren, Pflege eines Angehörigen oder anerkannter Schwerbehinderung kann der Vorbereitungsdienst in Teilzeit absolviert werden. Die Ausbildung verlängert sich entsprechend. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Ministeriums für Kultus Baden-Württemberg.
Die Ausbildung in einem weiteren Fach (Drittfachausbildung) gilt als Zusatzausbildung. Sie kann während des Vorbereitungsdiensts oder danach berufsbegleitend gemacht werden.
Mehr Informationen finden Sie hier [Portal 4_3 ZQ 1 Drittfach]
Um eine individuelle Schwerpunktsetzung zu ermöglichen, bietet das Seminar Zusatzausbildungen an:
Bilingualer Unterricht (BiLi) zum Erwerb der „Befähigung zur Durchführung eines bilingualen Unterrichts an beruflichen Schulen“ – Sie unterrichten Ihr Fach auf Englisch: Merkblatt „Bilinguale Zusatzausbildung“ für Lehrer in Ausbildung
Deutsch als Fremd-/Zweitsprache (DaF/DaZ) qualifiziert Sie zum Unterricht zum Beispiel in Vorbereitungsklassen: Merkblatt Deutsch als Fremdsprache - Zusatzausbildung für Lehrer in Ausbildung
Sprachsensibler Fachunterricht (ssFU): die Zusatzausbildung vermittelt die Fähigkeit, in den eigenen Fächern Deutsch-Sprachkenntnisse zu fördern. Merkblatt Sprachsensibler Fachunterricht
Wer erfolgreich an einer Zusatzausbildung teilgenommen hat, erhält darüber eine Bescheinigung als Anlage zum Zeugnis über die Zweite Staatsprüfung.
Darüber hinaus gibt es seminarinterne Zusatzangebote wie e-Trainer sowie ein Kooperationsprojekt mit der Fachschule für Logopädie.
Sie können auch eine individuelle Beratung oder Gruppen-Fallbesprechung in Anspruch nehmen.
Aktuelle Informationen zu den Prüfungen und Prüfungszeitraumen entnehmen Sie der Seite des Landeslehrerprüfungsamts unter dem Abschnitt „Höheres Lehramt an Beruflichen Schulen“
Nach bestandener Zweiter Staatsprüfung bewerben Sie sich über das Lehrereinstellungsverfahren (LOBW) für den Schuldienst in Baden-Württemberg. Alle Informationen und den Zugang zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf lehrer-online-bw.de.
Wenn Sie einen Master of Education für das Lehramt an Gymnasien haben, können Sie in einer zusätzlichen Prüfung die Lehrerlaubnis für das Gymnasium erwerben und sich hinterher auch in diesem Bereich bewerben. Es gibt keinerlei Nachteile oder Abstufungen, wenn Sie Ihren Vorbereitungsdienst im beruflichen Schulwesen absolvieren.
„Für mich war das Referendariat eine schöne Zeit. Natürlich ist es zeitweise anstrengend, aber das Seminar Karlsruhe überzeugt mit seinen Ausbilderinnen und Ausbildern, die wirklich sehr menschlich sind und die Horrorgeschichten vom Referendariat kann ich nicht bestätigen." Jessica Lange (R25)
„Das Referendariat war nicht nur nicht schlimm, sondern insgesamt eine sehr wertvolle Erfahrung. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich an allen Stellen, ob in der Verwaltung oder bei Unterrichtsbesuchen, viel hilfreiche Unterstützung erfahren habe, und dass am Seminar durchgehend eine Kultur der Wertschätzung herrschte.“ Matthias H. (R25)
„Das Referendariat ist deutlich weniger schlimm als sein Ruf. Man sollte sich von den negativen Erzählungen nicht verunsichern lassen. Es ist in Teilen anspruchsvoll und phasenweise stressig. Aber das Seminar Karlsruhe bildet einen vorzüglich aus, so lassen sich alle Herausforderungen meistern.“ Benjamin Spieß (R25)
„Das Referendariat ist sicherlich eine sehr anspruchsvolle Zeit, die ein hohes Maß an Organisation, Fleiß und Durchhaltevermögen erfordert. Die Menge an Informationen und Terminen kann nach dem Wechsel aus dem Studium zunächst überfordernd wirken. Daher lohnt es sich, von Beginn an die kollegiale Zusammenarbeit innerhalb der R-Kurse zu initiieren und gemeinsam am Projekt Referendariat zu arbeiten. Ich habe das Referendariat als eine anspruchsvolle und zugleich sehr lehrreiche Zeit empfunden, die jedoch stark von den Ausbildern, dem Kollegium, der Schulleitung und weiteren äußeren Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Das eigene Engagement kann letztlich nur so gut wirken, wie es die Schülerinnen und Schüler, die Schulleitung und das Kollegium ermöglichen. Auch die Noten sind teilweise stark von den jeweiligen Klassen abhängig, was eine gewisse Ungewissheit mit sich bringt. Alles in allem kann ich jedoch zusammenfassen, dass das Referendariat sehr gut machbar ist und bei Weitem nicht den Horrorvorstellungen entspricht, die man häufig bereits im Studium vermittelt bekommt.“ Erik Holm (R25)
[Portal 5_0 Mentoren und Ausbildungslehrer]
Weitere Informationen
Grundlegende Informationen zum Vorbereitungsdienst finden Sie auf lehrer-online-bw.de
Die rechtliche Grundlage ist die Prüfungsordnung (BSPO).
Über die Inhalte in den Seminarveranstaltungen geben die Fachdidaktikstandards
Auskunft.
Ansprechpersonen
- Ausbildung und Prüfungen: Elisabeth Siegmund (Elisabeth.Siegmund@seminar-bs-ka.kv.bwl.de,
+49 721 60591 217)
Bei Fragen zum konkreten Ablauf des Vorbereitungsdienstes berate ich Sie gerne. Eine telefonische Beratung ist möglich. Schreiben Sie eine Email mit Ihrem Anliegen und wir vereinbaren einen Gesprächstermin. - Verwaltung und Organisatorisches: Sekretariat (poststelle@seminar-bs-ka.kv.bwl.de, +49 721 60591 200)